Tag 1 & 2

12. & 13.02.26 - Mumbai und Neral

NaNach der Landung in Mumbai am frühen Morgen brachen wir um die Mittagszeit zu einer Stippvisite am "Chhatrapati Shivaji Terminus", einem im Süden Mumbais gelegenem (Haupt)-Kopfbahnhof, auf. Hier der Fernbahnteil, mit den lokbespannten Zügen.

Links daneben befindet sich der Regionalbahnteil. Hier verkehren diese elektrischen Triebzüge.

Mit einem solchen Zug fuhren wir ins nördliche Mumbai. Nicht nur die Fenster haben in diesen Zügen keine Glasscheiben (sondern nur eine Art Jalousie gegen den Monsun), auch geschlossene Türen werden nicht überwertet. Die sind während der Fahrt einfach auf.

Im Norden Munbais verkehrt zwischen Ghatkopar und Versova eine rund 12 Kilometer lange und auf voller Länge gebaute Metrolinie. Gebaut von der Deutschen Bahn ist sie in Normalspur ausgeführt und hat keine Verbindung zu einer anderen Linie.

Am 2.Tag, dem 13.02., stand die 610mm Matheran Railway auf dem Programm. Diese beginnt in Neral. Es gibt aber auch einen Breitspurteil, der an der Linie Mumbai - Karjat liegt. Dieser Zug fährt jedoch nach Mumbai, auch wenn es nicht dran steht. Die beiden ersten Abteile sind ausschließlich für Frauen frei gegeben.

Im Schmalspurteil gleich nebenan wurde zwischenzeitlich der Zug nach Matheran bereit gestellt. Dazu wurde dies Art Diesellok verwendet, über die ich jedoch keine Informationen habe. Diese Lok blieb auch in Neral, die "richtige" Lok setzte sich gleich danach an das andere Ende.

Auf dem Zwischenbahnhof Waterpipe gibt es eine Pause. Die Bahn muss fast 800 Höhenmeter überwinden und benötigt dafür 2,5 Stunden. Damit ist es eine reine Touristenbahn, denn es gibt eine Straße und das allgegenwärtige Tuk-Tuk braucht nur rund eine halbe Stunde da hoch...

Die einzigen Verbrennungsmotoren die in Matheran zugelassen sind, sind die Motoren der Lokomotiven. Soweit gesehen, sind ausschließlich die Dieselloks der 2.Generation im Einsatz. Diese wurde in Indien gebaut, während die 1.Generation von Jung aus Deutschland stammte.

Auch die Dampfloks wurden seinerzeit aus Deutschland hierher geliefert. Und zwar von Orenstein&Koppel. Eine steht in Neral auf dem Sockel, eine zweite in Matheran. Hier die Lok 741.

Pro Tag verkehren nur zwei "Toy-Trains". Morgens hoch, nachmittags runter.
Die Gleisunterhaltung ist Sache der untersten Kasten. Die Arbeiter hausen mitsamt ihren Familien in Zelten direkt neben der Strecke und ziehen bei Bedarf einfach an eine andere Stelle um. Hier werden Oberbaustoffe angeliefert!

Auch bergab wurde wieder in Waterpipe gehalten. Die Bauart der indischen Dieselloks entspricht dabei der deutschen, die über einen Knickrahmen verfügen. Damit kann man die Kurven bis 30 m Halbmesser problemlos befahren. Wer mehr wissen will, kann sich im Wikipedia-Artikel informieren. Dieser war im April 2026 aber in großen Teilen nicht mehr aktuell.
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