Der Pilatus - der Drachenberg

Der 2.Tag stand im Zeichen des Pilatus. Damit ist eigentlich ein Massiv gemeint, denn er hat 3 Gipfel. Hier fotografiert am Morgen des 3.Tages vom Brienzer Rothorns mittig von rechts nach links: Esel (2118m), Oberhaupt (2106m), Tomlishorn (2132m).
Nach der Talfahrt von der Rigi ging es zunächst per Schiff nach Luzern. Hier Gelegenheit zum Besuch des dortigen Verkehrshauses.

Danach ging es erneut per Schiff über den Vierwaldstättersee Alpnachstad. Hier befindet sich die Talstation der steilsten Zahnradbahn der Welt. Die Maximalsteigung von 48 Prozent wird an mehreren Abschnitten erreicht. Aber auch sonst liegt die Neigung selten unter 35 Prozent.
Auf dem Bild ein Wagen bei der Ankunft in Alpnachstadt.

Alpnachstad liegt auf 440m Höhe, Pilatus-Kulm auf 2063m. Die Strecke ist 4,3km lang und wurde in 400 Arbeitstagen erbaut. Eröffnet wurde die Bahn 1899. Zunächst waren Dampftriebwagen, später Dieseltriebwagen im Einsatz. 1937 wurde die Strecke elektrifiziert. Die Zwischenstation (und Ausweiche) heißt Aemsigen. Hier begegnen sich die Züge, die aus mehreren Teilen bestehen können.

Wie die Bilder täuschen können. Während links die Steigung "lediglich" bei 37 Prozent liegt, ist rechts die Maximalneigung von 48 Prozent erreicht. Zu sehen ist der Esel-Tunnel. Ganz hinten ist der Eingang des Rosegg-Tunnels zu sehen.

Der dritte Tunnel (Fleimen-Tunnel) folgt sogleich.Er liegt in einer Kurve. Nach dem Verlassen befindet man sich unterhalb der so genannten Eselswand. Nun sind es nur noch ca. 300m bis zum Endpunkt der Strecke.

Geschafft! Auch die letzten Meter haben die 48 Prozent. Die Endstation liegt unterhalb des Esels. Mit dem Bau des Hotels Bellevue wurde auch die Endstation um wenige Meter verlegt. Ein Gleis der alten Führung, direkt an der Felswand ist noch befahrbar, aber ohne Bahnsteig. Ein zweites Gleis, ganz schwach zu erkennen, ist abgebunden. Ganz links übrigens erkennt man die Anlage einer Seilbahn, mit der man ebenfalls den Pilatus erreichen kann.

Der Pilatus ist der Hausberg von Luzern, das hier vor uns liegt. Gut zu erkennen die großen Anlagen des Hauptbahnhofes. Auf dem Vierwaldstätter See werden auch mehrere Dampfschiffe eingesetzt. Das Dampfschiff "Gallia" erreicht gerade den Heimathafen.

Bei der Pilatusbahn gibt es keine herkömmlichen (Zahnrad)-Weichen. Verwendet wird das Zahnstangensystem Locher. Benannt nach dem Erbauer der Strecke und Erfinder des Systems. Bedingt durch die großen Neigungen hat die Zahnstange seitliche Zähne. Die Triebwagen besitzen waagerechte Zahnräder auf senkrechter Welle in paariger Anordnung. Bei einer solchen Konstruktion mussten auch die Gleisverzweigungen besonders ausgeführt werden. In der Talstation gibt es daher nur Schiebebühnen.

In der Ausweiche Aemsigen werden ebenfalls Schiebebühnen verwendet. Hier allerdings in einer anderer Ausführung. In der Gipfelstation kommt eine dritte Art zur Anwendung, die leider nicht fotografiert werden konnte. Hier gibt es keine Schiebebühne, sondern das Gleisstück wird der Länge nach um 180 Grad gedreht!, so dass quasi ein Gleisstück immer in die Grube zeigt. Da die Bahn nur von Mitte Mai bis Mitte November in Betrieb ist, spielen bei einer solchen Technik die Behinderungen durch Schnee nur eine untergeordnete Rolle.

Gipfeltour Startseite

Link zur

Pilatus-Bahn:
http://www.pilatus.com