Die Schneeberg-Bahn

Auch auf der Schneebergbahn werden die alten, kleinen Dampfloks mit dem geneigten Kessel eingesetzt. Sie sind fast baugleich mit denen des Schafberges. Der Kessel der hier eingesetzten Maschinen ist aber nicht so stark geneigt. Während die Schafbergbahn zum Besuchszeitpunkt noch zur ÖBB gehörte, wurde die Schneebergbahn bereits früher privatisiert und heißt jetzt: "Niederösterreichische Schneebergbahn GmbH" (NÖSBB). Die Bahn verfolgt allerdings ein anderes touristisches Konzept. Dampfloks werden kaum noch eingesetzt. So steht 999.101, die interessanterweise bis 1970 am Schafberg fuhr und zur Verstärkung hierher umgesetzt wurde, als Denkmal an der Talstation Puchberg am Schneeberg.

Im Regelverkehr laufen die neuen, 1999 gebauten Salamander-Triebwagen mit den Nummern 11 - 13. Eine Art Triebkopf mit dieselhydraulischem Antrieb schiebt einen Steuer- und einen Mittelwagen bergan. Das Salamander-Design hat man auf das gesamte Werbungkonzept übertragen. Die Garnitur 13 steht hier in der Ausweichstelle Hauslitzsattel.

Pro Stunde verkehrt jeweils ein Zug bergauf bzw. bergab. Allerdings nicht im Taktverkehr. Deshalb finden die Kreuzungen je nach Fahrplan in einer der 3 vorhandenen Ausweichstellen statt. Hier begegnen sich die Garnituren 12 (rechts) und 13 am Hauslitzsattel.

Es verkehren auch dampfgeführte Nostalgiezüge. Während der Hauptsaison werden 3 Garnituren benötigt, die vormittags bergauf fahren und erst am Nachmittag zurückkehren. Hier begegnet unser Triebwagen 13 dem letzten Dampfzug des Tages in der Station Baumgartner direkt unterhalb der Bergstation "Hochschneeberg". Da die kleinen Dampfloks keine Luftpumpe besitzen führen sie ihren Luftvorrat in Form von Druckluftflaschen mit sich.

Eine Großaufnahme der kleinen Lok, aufgenommen in der Station Baumgartner. Gut erkennbar ist die "Quetschesse" des Giesl-Flachejektors, wie sie auch viele Loks der DDR-Reichsbahn in den 60er/70er Jahren besaßen. Der Schneeberg hat mehrere Gipfel. "Klosterwappen" nennt sich der höchste von ihnen.

Bei unserem Besuch am 27./28.08. waren nur 2 Dampfloks einsetzbar. Als dritte Garnitur, quasi als Dampfersatz, war dieser Zug im Einsatz. Der Triebkopf der Garnitur 12 führt hier 2 im Jahr 1992 bei Bombardier gefertigte Vorstellwagen zu Tal. Diese sind nicht wie auf den ersten Blick anzunehmen aus Holz, sondern aus Stahl. Sie wurden ursprünglich für 999.201 gebaut, die aber seit 1993 auf der Schafbergbahn eingesetzt wird. Gesehen am Hauslitzsattel am 27.08.03.

Die Bergstation der Schneebergbahn heißt "Hochschneeberg". Das Gleis geht allerdings noch rund 200m weiter bis zum Berghaus Hochschneeberg, wo wir auch übernachteten. Triebwagen 11 hat soeben den Bahnhof erreicht. Rechts ist das Elisabethkirchlein zu sehen.

Die 2. betriebsfähige Lok ist die 999.03, die hier für ihren nächsten Einsatz in Puchberg vorbereitet wird. Soweit bekannt, waren in der Saison 2003 nur 2 Dampfloks betriebsfähig. Ersatzweise kam dann die obige pseudo-historische Garnitur zum Einsatz, für die dann natürlich kein Dampfzuschlag erhoben wurde.

Mit der Talfahrt am 28.08.03 ging eine wirklich interessante Reise (fast) zu Ende. Es blieb noch die Fahrt nach Wien und von dort mit dem EC24 zurück nach Nürnberg. Geklappt hat fast alles. Das Wetter war wunderschön - wenngleich auch ein wenig dunstig, so dass Sonnenauf- und untergang etwas "vernebelt" waren. Pünktlich waren wir auch, lediglich auf der Rückfahrt bremste uns kurz vor Regensburg noch ein Böschungsbrand aus. Daher auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön an die IGE für die hervorragende Organsiation dieser Reise.

Mein Dank gilt auch Herrn Clemens Hanel für seine Hintergrundinformationen.

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Link zur Schneebergbahn:
http://www.schneebergbahn.at