GALERIE 136

Zeitraum: 04.05 - 25.05.2018

Im Frühjahr sind traditionell die Messzüge von DB Netz in Deutschland unterwegs. Abgestellt werden sie gern auf einem mit Stromversorgung ausgestatteten Gleis in München Hbf. So auch am 04.05.2018 die 218 471 mit einem RaiLab. Die Verkabelung sieht denn doch recht spartanisch aus. Die Lok ist eine alte Münchner Bekannte. Seit ihrer Indienststellung 1976 bis zur Abstellung im Januar 2015 war sie als Kemptener Maschine nahezu tagtäglich in der bayerischen Landeshauptstadt. Seit Mai 2016 ist sie nun jedoch, gelb lackiert, bei DB Netz im Einsatz.

Impression aus dem Stellwerk VN am 07.05.2018. ER20-013 alias 1223 013 rangiert mit ihren Wagen in Richtung Hauptbahnhof. Die bunte Lok macht Werbung für den Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (BODO), der seit 01.01.2018 in den Bereich der vom ALEX bedienten Bahnhöfe reicht.

Am 10.Mai 2018 startete in Leipzig ein Sonderzug, bespannt mit der 18 201, zu einer Österreich-Rundfahrt. Die erste Etappe führte über den Frankenwald nach Augsburg, wo die Dampflok übernachten konnte. Da ab Treuchtlingen der direkte Weg via Donauwörth wegen Bauarbeiten versperrt war, musste über München gefahren werden. Dabei wurde in München-Laim Rbf Kopf gemacht, die letzten 60 Kilometer übernahm dann die Halleneser Traditionslok 243 005 die Führung, die bis dahin vor allem für die Energieversorgung zuständig war. Ansonsten aber auch etwas Schubunterstützung für den langen Zug gab.

Nachschuß. 18 201 rollt am Zugschluß mit Schmierdampf mit... Der lange Weg aus Leipzig wurde mit 1x Wassernehmen in Erlangen bewältigt! Das heißt also, große Anstrengungen konnte man sich nicht leisten. Am nächsten Tag ging es dann ab Augsburg über München Nord und Landshut nach Passau und von da weiter nach Linz. Hier aber ist man erst noch auf dem Weg nach Augsburg in Höhe des S-Bahn-Haltepunkts Langwied. Die Fotowolke hat dummerweise gerade zugeschlagen... (10.05.18)

Am 12.05.18 war in meiner alten Heimat Remmi-Demmi. Mein Geburtsort Rudolstadt war bis 1918 Landeshauptstadt des thüringischen Kleinstaats “Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt”. Als Residenz leistete man sich das Barockschloss “Heidecksburg”, welches über Rudolstadt thront. Als Stammsitz hatte man noch das Schloss Schwarzburg im Schwarzatal. Letzteres sollte unter den Nazis zum “Reichsgästehaus” umgestaltet werden und wurde zunächst weitgehend entkernt oder gleich abgerissen. 1942 kam es zum Abbruch der Arbeiten, übrig blieb mithin eine Ruine, die auch in der DDR niemand so recht wollte. 1980 brannten die Reste auch noch ab.
Bis 1940 beherbergte Schloss Schwarzburg im Zeughaus auch eine unter Experten bekannte Waffensammlung, die durch den 2.Weltkrieg in alle Winde verstreut wurde. 10% der Exponate sind verschollen. Weitere ca. 10% fanden auf der Heidecksburg eine neue Heimat. Diese Sammlung wurde nun, nachdem in den letzten Jahren das Schwarzburger Zeughaus wieder hergestellt wurde, wieder an den ursprünglichen Ort verlagert. Am 12.Mai sollte nun mit großem Tam-Tam die letzte Waffe – ein Vorderlader – von der Heidecksburg zum Schwarzburger Schloss überführt werden. Mit historischen Umzügen und einem Dampfzug.
Dazu kam die 94 1538 der Rennsteigbahn am Morgen von Ilmenau nach Rudolstadt – im Sandwich mit 213 334. Hier kurz nach den Ankunft des Zuges. Noch ist über eine Stunde Zeit, bevor es ernst wird.

Da ist sie drin - die Waffe. In der Kiste! Und hinterher liefen ein paar Hanseln in historischen Gewändern. Viele Zuschauer hatte es aber nicht. Da wäre etwas mehr Werbung für das Event wohl angebracht gewesen. Hier passiert die Kiste gerade den Rudolstädter Marktplatz.

Nach dem Verladen der Kiste und ein paar großen Worten stiegen die Teilnehmer ein und dann ging es über Saalfeld, wo die Loks sogar noch ihren Platz tauschten - denn die Dampflok sollte den Zug ja führen - nach Schwarzburg. Kiste ausladen -– große Worte -– Umzug zum Schloss. Die 94er fuhr weiter bis Katzhütte, pendelte nochmal bis Rottenbach und dann ging es heim nach Ilmenau.
Hier der Zug in Höhe des Einfahrsignals Rudolstadt-Schwarza. Es führt 94 1538. (12.05.18)

Am gleichen Tag war auch der DB-Regio-Nostalgiezug auf der Strecke Saalfeld - Erfurt unterwegs. Der wird in der Regel von 41 1144 bespannt. Zeitlich reichte es nur für diesen Notschuss kurz hinter Bad Blankenburg. Immerhin habe ich es geschafft in der 3-Meter-Sonnenlücke abzudrücken. (12.05.18)

Planfahrzeuge auf der Schwarzatalbahn sind die Wale 641 019 und 641 020. Bei Köditzberg wurde hier, beim warten auf die 94 1538, der 641 019 auf der Fahrt nach Rottenbach abgelichtet. Eigentlich hatte ich ja hier auf einen Nachschuß mit der 94er spekuliert, aber da beide Loks den Zug in Saalfeld umfuhren, war das leider nix. (12.05.18)

Alt und neu? Nicht wirklich. Mit 714 007 (ex 212 246) stehen eine Lok der 1.Generation und mit 714 106 (ex 212 352) eine Lok der 2.Generation von Tunnelhilfloks nebeneinander. Wobei bei 714 106 tatsächlich nur Rahmen und Drehgestelle von der 212 stammen. Der Rest ist neu. Dies schön im Vergleich zu sehen. Während die meisten Spenderlok für die 714.1 bereits jahrelang in Stendal vor sich hin rosteten, ist die 714 106 bereits seit 1987 in Tunnel-Hilfszugdiensten gewesen - wurde also quasi aus dem Betriebsbestand heraus umgebaut. (Fulda, 17.05.18)

Eine Besprechung in Fulda in der Kanzel des alten Stellwerks am Gleis 1 ermöglichte aus dem Flur diesen Blick auf die nördlichen Stumpfgleise, wo vor allem die Züge der Vogelbergsbahn beginnen und enden. Hier die HLB-Lint VT 210 und VT 276. Aus der Stellwerkskanzel selbst waren keine Bilder möglich, da sich die Fenster nicht öffnen ließen. (Fulda, 17.05.18)

Am 23.05.18 startete eine Deutschlandtour durch 6 Städte der Deutschen Knochenmarkspende Datei. Auftakt war in München Hbf an Gleis 17. Für rund 6 Stunden stand der Sonderzug bestehend aus 2 entsprechend gestalteten Reisezugwagen und den beiden 111 210 (hier im Bild) & 111 222 (alle zu Railadeventure gehörend) am Bahnsteig.

111 222 hing am anderen Ende. Zu Beginn gab es eine kleine Presseveranstaltung. Deswegen war noch nicht viel los. Zu offen bleibt, dass die Aktion ein Erfolg wurde und sich möglichst viele Menschen sich als potentielle Spender registrieren ließen. Dazu macht man lediglich einen Wangenabstrich und das tut überhaupt nicht weh. Ich bin übrigens bereits seit Jahren registriert. (München, 23.05.18)

Das EVU Widmer (WRS) ist im Frühjahr 2018 größer in den SGV in Deutschland eingestiegen. Dazu wurden nicht nur 2 Re421 von SBB Cargo gekauft, sondern auch 146 520 längerfristig angemietet. Ab 25.05.18 gab es für die Lok erstmal keine Aufträge, sie bekam einen Abstellplatz zur Wochenendruhe in München Hbf zugewiesen. Im schönsten Sonnenschein ist sie vor dem markanten Stellwerk zu sehen.

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