GALERIE 116

Zeitraum: 14.06. - 21.06.2016

Am Vormittag des 14.06.2016 wurde in Nürnberg Hbf ein Überführungszug des DB Museum nach Koblenz-Lützel zum dortigen Sommerfest zusammengestellt. Bereits am Vortag hatten E40 128 & 140 423 in Stuttgart 110 228 und in Rottweil 114 488 an den Halken genommen, waren damit nach Nördlingen gefahren, nahmen dort E10 005 mit und fuhren dann zur Übernachtung nach Nürnberg.
In dieser Formation wurde der Zug im Hbf bereitgestellt. Anschließend wurde noch der auf Transportwagen verladenen Adler-Zug angehängt.

Die E10 005 stand seit Jahren als Leihgabe im BEM Nördlingen. Was mit der Lok geplant ist bzw. ob sie wieder nach Nördlingen zurückgekehren wird, war zum Aufnahmezeitpunkt nicht bekannt.
Interessanterweise hat die Lok sogar eine UIC-Nummer: 91 80 6110 005-6 D-DB

Für die in TEE-Farben gehaltene 114 488 dürfte es ebenfalls der erste größere Ausritt gewesen sein. Die Lok ist äußerlich in den Bundesbahnzustand versetzt worden. Dazu passen natürlich die 110er Drehgestelle. Sonst hätte man die Lok auch als 112 488 bezeichnen müssen. Theoretisch natürlich. Die UIC-Nummer weist sie allerdings als 91 80 6110 488-4 D-DB aus. Betreut wird sie von der BSW-Gruppe "Die Bügelfalte 110 - 110 488-4"

Die blaue 110 228 steht normalerweise in Stuttgart bei der IG Einheitslok. Betriebsfähig ist sie leider ebenfalls nicht.

Angstlok, Sandwich-Betrieb - um beim Kopfmachen ein umsetzen zu ersparen... Egal. 140 423 steht in der Regel dem DB Museum in Koblenz betriebsfähig zur Verfügung und übernimmt des öfteren solche Überführungsfahrten. Nur ganz kurz war dieser Anblick möglich, denn unmittelbar danach näherte sich schon der anzukuppelnde Adler-Zug.

Da kommt er auch schon: sicher verpackt auf den dazugehörgigen Transportwagen-> der ADLER.

Das gute Stück ist so klein bzw. niedrig, dass für die Reise nicht mal der Schornstein als solcher abgenommen werden muss.

Solche Rangieraufgaben übernimmt 333 678 des DB Museum, die fest in Nürnberg stationiert ist. Gelegentlich ist sie auch auf dem Rundkurs von und nach Nürnberg Rbf anzutreffen.

Ebenfalls am 14.06.16 in Nürnberg Hbf anzutreffen war die 214 016, die für DB Regio rangiert. Auch ihre Zeit wir din absehbarer Zeit hier ablaufen, denn sie wird durch neue Hybrid-Maschinen ersetzt werden. Der Eigentümer ALS wird sicher eine andere Verwendung finden. Und wahrscheinlich wird sie die verkehrsrote Lackierung verlieren...

Es gibt nicht nur verkehrsrote 214. Die BBL gehörende Lok 13, alias 214 024 (ex 212 031), ist so ein Beispiel. Im Juni war sie im Bauzudienst im Bereich des Münchner Hbf eingesetzt. Hier rangiert sie gerade in der Vorstellgruppe Süd (Vs) einen Zug mit Altschotter um. (14.06.16)

Ebenfalls am 14.06. war in München Hbf dieses Gespann zu finden. 2 Tage war es damit beschäftigt, alle Gleise bzw. alle Weichenverbindungen hier abzufahren und dabei das Unkraut zu bekämpfen. Hier spritzt man leider "die falsche" Seite. Der Wagen gehört der Spiess-Urania (SPU), die Lok gehört DB Fahrwegdienste und hört auf die Bezeichnung 212 036.

Angekommen als DPE 61078 ist 110 491, die in Diensten der BTE steht. Der Zug kam mittags aus Karlsruhe und wird am frühen abend wieder dorthin zurückkehren. Die Abstellung erfolgte wie üblich in Pasing Bbf. (München Hbf, 17.06.16)

Messzüge verkehren regelmäßig über alle DB-Netz gehörende Strecken. Da in München Hbf viele Strecken einmünden, sind hier auch häufig derartige Züge anzutreffen. Am 20.06.2016 startete auf Gleis 10 (im so genannten Holzkirchner Flügelbahnhof) mit 120 501 (alias 120 153) ein Schallmesszug.

Seit Mai 2016 wird werktäglich ein Zugpaar Kufstein - München und zurück des EVU Meridian durch einen gemieteten Zug ersetzt (siehe auch Galerie 115). Die Lokomotiven werden durch Lokomotion gestellt, die offenbar dazu keinen festen Umlauf installiert hat, sondern kurzfristig disponiert. Damit können alle von Lokomotion eingesetzte Triebfahrzeuge auch mal vor diesen Reisezügen angetroffen werden. Am Morgen des 21.06.16 war es sogar die RTC gehörende 189 903, die ihre Maschinen Lokomotion in einem Pool zur Verfügung stellt. Hier in München Hbf.

Upps. Gar keine Lok? Mitte Juni 2016 hatte ich die Gelegenheit, in die Bunker unter dem DB Museum hinab zu steigen. Hier war während der Bombenalarme im 2.Weltkrieg die Betriebsleitung der RBD Nürnberg untergebracht. Während des Kalten Krieges wurden die Räume so umgebaut, dass von hier aus 14 Tagen lang ein ABC-Angriff (theoretisch) hätte überstanden werden können. Der Betrieb (welcher dann eigentlich?) wäre dann von hier unten weiter geleitet worden. Hier ein Blick auf den Tisch des Betriebsleiters selbst. Die Karten sind original aus den 1980er Jahren. Anfang der 1990er Jahre wurde schließlich die betriebsfähige Vorhaltung der Räume aufgeben. Heute kümmert sich ein Verein um den Erhalt und bietet auch Führungen dazu an.

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